Schmierstoffe allgegenwärtig – lang leben die Wälzlager

Wenn es um Leistungsfähigkeit, Funktionalität und Lebensdauer geht, kommt Schmierstoffen in der mechanischen Antriebstechnik eine Schlüsselrolle zu: Aufgrund der Reibungsreduzierung und des daraus resultierenden optimierten Verschleißverhaltens kann auch die Lebensdauer von Wälzlagern deutlich verlängert werden. Als Spezialist für Wälzlagertechnik mit über 87 Jahren praktischer Erfahrung weiß die Findling Wälzlager GmbH, Karlsruhe, um die Bedeutung von Schmierstoffen und hat in der Auswahl- und Berechnungssoftware ABEG®-Quickfinder professional über 350 Schmierstoffe berücksichtigt.

Blaue Engel in der Positivliste

Bei Wälzlagern wird zwischen Minder- oder Grenzschichtschmierung unterschieden sowie zwischen Teil- und Vollschmierung, wenn es nicht bereits um die lebenslange Schmierung geht. Anwendungen finden flüssige (z. B. Schmieröl), feste (Fette) und gasförmige Schmierstoffe. Offene Lager sind fast immer ölgeschmiert, geschlossene Lager können nur fettgeschmiert werden. Die Einteilung der Schmierfette erfolgt nach Grundölart und -viskosität, nach Verdicker und zusätzlicher Additivierung, nach der Konsistenzklasse und dem zu schmierenden Objekt bzw. gemäß der Anwendung. Die Schmiersysteme mit Mineral-, vollsynthetischen, gemischten oder Bio-Ölen und Fetten werden nach DIN- oder ISO-Normen klassifiziert, die auch die Tests zu ihrer Prüfung be- sowie den Umgang mit gefährlichen Stoffen (TRG: Technische Regeln für Gefahrstoffe) vorschreiben. Um den Einsatz von Bio-/Eco-Schmierstoffen zu verstärken, fördert der Staat seit letztem Jahr Produkte, die mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ zertifiziert sind („Positivliste“ unter www.bioschmierstoffe.info). Die auf den Flüssigkeitsgrad bezogene Konsistenzkennzahl wird mit einem Penetrometer gemessen: Die Eindringtiefe eines Konus entscheidet über die Zuordnung in eine Konsistenzklasse – von 000 (fließend) bis 6 (hart). Bei Fetten werden dementsprechend Konsistenzkennzahlen unter anderem nach DIN 51818 angegeben. Um die Bedingungen in einem Lager nachzuahmen, wird nach DIN ISO 2137 das Fett vor dem Messen gewalkt.

Scherfestigkeit, entscheidend für den Drehzahlbereich

Mit dem Quickfinder professional schneller am Ziel

Ob normale Fette für Anwendung im niedrigen Temperaturbereich bis zu 100 °C, spezielle Fette auf Silikonbasis, die nicht sehr schnell flüssig werden, oder Hochleistungs-PTFE-Fette und -Öle oder auch Kältefette bis -60 °C: über 350 Schmierstoffe sind im Quickfinder professional abrufbar. Bei Auswahl einer Lager-Schmierstoff-Kombination wird dem Anwender die Lebensdauer des Lagers – diese verändert sich unmittelbar mit der Wahl des entsprechenden Schmierstoffs – sofort angezeigt. Gewährleistet ein Schmierstoff die geforderte Lebensdauer nicht, wird diese statt farbig in Grau angezeigt. Bequemes "Durchklicken" verschafft schnellstens eine Übersicht bzw. Entscheidungshilfe. Welcher Schmierstoff im jeweiligen Lager verwendet wird, hängt vom Schmiermittel selbst sowie von der Anwendung ab. Weil das Schmiermittel von so elementarer Bedeutung ist, hat Findling die Erweiterung des Quickfinder professional um ein eigenständiges Berechnungsmodul Schmierstoffe geplant.

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