Belastbarkeit und Drehzahl
Bei niedrigen bis mittleren rein axialen Belastungen eignen sich Axial-Rillenkuegllager, aber auch das Vierpunktlager. Ist die Kraft beidseitig wirkend, können die Baureihen 521-522-523 oder die Schwerlastreihe 542-543 verwendet werden. Das Vierpunktlager kann zudem Momente und radiale Lasten aufnehmen. Für höhere Drehzahlen eignen sich Axial-Schrägkugellager.
Bei mittleren bis hohen Axiallasten eignen sich Rollen und Nadeln als Wälzkörper. Entsprechend spricht man von Axial-Zylinderrollen, Axial-Pendelrollen und Axial-Nadellager.
Wälzlagertechnik von Findling
Als Spezialist für Wälzlagertechnik bieten wir ein breites Spektrum an Kugellagern in allen vier ABEG®-Leistungsklassen, beispielsweise einreihige oder zweireihige Rillen- sowie Schrägkugellager, als Axial- oder Radiallager, Schulterkugellager, Vierpunktlager oder Pendelkugellager, in gedichteter ebenso wie ungedichteter Ausführung und aus unterschiedlichen Werkstoffen. Kugellager sind die am häufigsten eingesetzten Produkte und eine besonders wirtschaftliche Lösung.
FAQ – Wichtige Informationen zur Auswahl und zum Einsatz von Axiallagern
Axiallager eignen sich zur Aufnahme von Kräften, die in Richtung der Welle oder Achse wirken. Sie werden eingesetzt, wenn hohe axiale Belastungen sicher geführt und übertragen werden müssen. Für die Aufnahme von radialen Kräften sind sie dagegen nur eingeschränkt oder gar nicht geeignet.
Typische Anwendungen finden sich in Antrieben, Spindeln, Hubvorrichtungen, Getrieben und anderen Maschinen, bei denen Kräfte entlang der Rotationsachse entstehen. Durch ihre spezielle Konstruktion ermöglichen Axiallager eine reibungsarme Bewegung zwischen rotierenden und feststehenden Bauteilen und tragen dazu bei, Verschleiß sowie Energieverluste zu reduzieren.
Die Wahl eines Axiallagers ist besonders dann sinnvoll, wenn die axialen Belastungen deutlich höher sind als die radialen Kräfte. Je nach Ausführung können unterschiedliche Lasten, Drehzahlen und Betriebsbedingungen abgedeckt werden. Die korrekte Auslegung erhöht die Betriebssicherheit, verbessert die Lebensdauer der Maschine und reduziert den Wartungsaufwand.
Das richtige Axiallager wird anhand der wirkenden axialen Belastung, der Drehzahl, der Einbausituation und der Betriebsbedingungen ausgewählt. Entscheidend ist, dass das Lager die auftretenden Kräfte dauerhaft aufnehmen kann und für die vorgesehenen Einsatzbedingungen geeignet ist.
Bei der Auswahl sollten außerdem Faktoren wie Temperatur, Schmierung, Laufgenauigkeit, Lebensdaueranforderungen und mögliche Stoßbelastungen berücksichtigt werden. Ebenso wichtig sind die verfügbaren Einbaumaße sowie die Frage, ob ausschließlich axiale oder zusätzlich radiale Kräfte auftreten. Nicht jedes Axiallager ist für kombinierte Belastungen geeignet.
Eine sorgfältige Auslegung verhindert vorzeitigen Verschleiß, erhöht die Betriebssicherheit und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Anwendung. Neben den technischen Anforderungen sollten auch Wartungsintervalle, Umgebungsbedingungen und die gewünschte Lebensdauer in die Entscheidung einbezogen werden.
Ein Axiallager wird eingesetzt, wenn Kräfte überwiegend entlang der Wellenachse wirken. Ein Radiallager kommt dagegen zum Einsatz, wenn die Belastung hauptsächlich quer zur Welle auftritt. Die Richtung der wirkenden Kraft ist daher das wichtigste Auswahlkriterium.
In vielen Maschinen entstehen sowohl axiale als auch radiale Kräfte. In solchen Fällen werden häufig mehrere Lager kombiniert oder Lagerbauarten verwendet, die beide Belastungsarten aufnehmen können. Wird ein Lager für die falsche Belastungsrichtung eingesetzt, kann dies zu erhöhtem Verschleiß, Laufproblemen und einer verkürzten Lebensdauer führen.
Die genaue Analyse der Belastungsverhältnisse ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Lagerauslegung. Nur wenn Art, Größe und Richtung der Kräfte bekannt sind, kann die geeignete Lagerlösung bestimmt werden. Dies trägt maßgeblich zur Zuverlässigkeit und Effizienz der gesamten Maschine bei.
Axiallager bestehen grundsätzlich aus Lagerscheiben und den dazwischen angeordneten Wälzkörpern. Die Wälzkörper rollen zwischen den Laufbahnen und ermöglichen eine reibungsarme Übertragung axialer Kräfte.
Je nach Bauart werden Kugeln, Rollen oder Nadeln als Wälzkörper eingesetzt. Zusätzlich kann ein Käfig vorhanden sein, der die Wälzkörper führt und gleichmäßig verteilt. Die einzelnen Komponenten sind so aufeinander abgestimmt, dass hohe axiale Belastungen aufgenommen und gleichzeitig geringe Reibungsverluste erzielt werden.
Der genaue Aufbau beeinflusst Tragfähigkeit, Steifigkeit, Drehzahlverhalten und Lebensdauer. Rollenbasierte Ausführungen eignen sich in der Regel für höhere Lasten, während kugelbasierte Varianten häufig höhere Drehzahlen ermöglichen. Die Wahl der passenden Bauform richtet sich daher nach den Anforderungen der jeweiligen Anwendung.
Axiallager sind speziell für die Aufnahme axialer Kräfte ausgelegt und können in dieser Belastungsrichtung häufig höhere Lasten aufnehmen als vergleichbar dimensionierte Lager für kombinierte Belastungen, wie beispielsweise Schrägkugellager. Dadurch eignen sie sich besonders für Anwendungen mit überwiegend axialen Kräften.
Durch ihre auf Axialkräfte optimierte Konstruktion bieten sie oftmals eine hohe Tragfähigkeit bei einfacher Bauweise. Zudem können sie gezielt dort eingesetzt werden, wo keine oder nur geringe Radialkräfte auftreten. Dies ermöglicht eine technisch angepasste und wirtschaftliche Lagerlösung.
Lager für kombinierte Belastungen bieten hingegen mehr Flexibilität, da sie sowohl radiale als auch axiale Kräfte aufnehmen können. Welche Bauart die bessere Wahl ist, hängt daher von den tatsächlichen Belastungsverhältnissen, der Einbausituation und den Anforderungen an Steifigkeit, Drehzahl und Lebensdauer ab.
Ein defektes Axiallager macht sich häufig durch ungewöhnliche Geräusche, erhöhte Vibrationen, steigende Betriebstemperaturen oder eine verminderte Laufgenauigkeit bemerkbar. Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass die Wälzkörper oder Laufbahnen beschädigt sein können.
Mit zunehmendem Verschleiß können zusätzlich Spielveränderungen, ruckartige Bewegungen oder eine verringerte Leistungsfähigkeit der Maschine auftreten. In fortgeschrittenen Fällen kommt es zu deutlichen Laufgeräuschen, erhöhtem Energieverbrauch oder sogar zum Ausfall der Lagerung. Ursachen sind oft unzureichende Schmierung, Überlastung, Verunreinigungen oder Montagefehler.
Eine frühzeitige Diagnose hilft, Folgeschäden an angrenzenden Bauteilen zu vermeiden. Regelmäßige Zustandsüberwachung, Temperaturkontrollen und Schwingungsanalysen ermöglichen es, Schäden bereits in einem frühen Stadium zu erkennen und ungeplante Stillstände zu reduzieren.

















