Schrägkugellager
Schrägkugellager haben in Richtung der Lagerachse gegeneinander versetzt angeordnete Laufbahnen im Innen- und Außenring. Sie sind für Lagerungen konzipiert, die kombinierte Belastungen wie etwa gleichzeitig wirkende Radial- und Axialbelastungen aufnehmen müssen. Die axiale Tragfähigkeit der Schrägkugellager nimmt mit der Größe des Berührungswinkels zu.
Lieferprogramm
einreihige Schrägkugellager
| Baureihe | Beschreibung | lieferbar in ABEG® Leistungsklassen | |||
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| 718 - 719 - 70 - 72 - 73 | einreihig in verschiedenen Druckwinkeln
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| 70-...BE-2RS - 72...-BE-2RS | abgedichtet, Druckwinkel 40° | ||||
zweireihige Schrägkugellager
| Baureihe | Beschreibung | lieferbar in ABEG® Leistungsklassen | |||
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| 30/... 30/...-ZZ 30/...-2RS | Miniatur-Schrägkugellager für Wellendurchmesser < 10mm
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| 38... 38...-ZZ 38...-2RS | "Dünnring" Ausführung, Querschnitt wie 68er Baureihe
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30... 50... | Querschnitt wie 60er Baureihe
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32... 52... | Querschnitt wie 62er Baureihe
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33... 53... | Querschnitt wie 63er Baureihe
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| 33...-DA |
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Technische Informationen
Bei einreihigen Schrägkugellagern ist der übliche Druckwinkel 40° (Ausführung -B). Damit sind (anders als bei Spindellagern mit deutlich kleineren Druckwinkeln) sehr hohe Axiallasten bei gleichzeitig hohen Radiallasten übertragbar.
Universalausführungen
Einreihige Schrägkugellager der Universalausführung sind für den paarweisen Einbau in X-, O- oder Tandem-Anordnung vorgesehen. Universalausführung bedeutet, dass die Laufbahnen und Seitenflächen der Ringe so geschliffen sind, dass beliebige Lager gleicher Größe und Ausführung unmittelbar in der gewünschten Anordnungen eingebaut werden können. Zu unterscheiden sind dabei folgende Universalausführungen in Abhängigkeit zum gewünschten Axialspiel:
UA mit Axialspiel
BG spielfrei (ohne Vorspannung), 40° Druckwinkel (typische japanische Ausführung)
UO spielfrei (ohne Vorspannung)
UL leichte Vorspannung
UM mittlere Vorspannung
US starke Vorspannung
Externe Umwelteinflüsse können bei mangelhafter Abdichtung die Laufeigenschaften und damit die Lebensdauer extrem negativ beeinflussen. Daher sind Lager durch Dichtungen zu schützen.
Lager mit beidseitiger Dichtung sind grundsätzlich lebensdauergefettet.
Gleichzeitig verhindern Dichtungen auch das Austreten des Schmierstoffs.
2RS | RS
Schleifende Dichtung mit guter Dichtwirkung gegen grobe und feine Verunreinigungen. Sehr gute Dichtwirkung auch gegen Fettaustritt und damit lange Lebensdauer. Dichtung besteht standardmäßig aus NBR Nitrilkautschuk und hat eine Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis +100 °C.
ZZ | Z
Spaltdichtung mit moderater Dichtwirkung gegen grobe Verunreinigungen. Gute Dichtwirkung auch gegen Fettaustritt und damit lange Lebensdauer. Dichtung besteht standardmäßig aus Stahlbelch und hat eine empfohlene Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis +160 °C.
Einreihige Schrägkugellager werden axial vorgespannt und sind daher spielfrei.
Zweireihige Schrägkugellager werden in verschiedenen Lagerluftklassen ausgeliefert. Die Lagerluft im Lager wird durch die Kennzeichen C (C0, C2, C3 ...) gekennzeichnet. Zu beachten ist, dass die Laegrluft in axialer Richtung gemessen wird.
C0/CN: Standardlagerluftklasse. Kennzeichen wird in der Regel weggelassen.
C2: verringerte Lagerluft, für möglichst spielfreie, steife Lagerung
C3: höhere Lagerluft als C0/CN
C4: höhere Lagerluft als C3
C5: höhere Lagerluft als C4 - insbesondere bei Hochtemperaturlagern im Einsatz.
Sondertoleranzen nach Kundenspezifikation: CX.Y (oberes Maß X in µm, unteres Maß Y in µm).
Anschlussmaße und Rundlaufgenauigkeit beeinflussen entscheidend die Lebensdauer und die Funktion des Wälzlagers. Die Auswahl der Wellen-, Gehäuse- und der Lagerpassung sind daher grundsätzlich vorab zu prüfen.
Folgende Toleranzklassen sind verfügbar:
- Standardtoleranzen ab Lager lieferbar: P0/PN
- Sondertoleranzen: P6, P5
Käfigarten können je nach Baugröße und Anwendungsart variieren. Wir führen diverse Käfigausführungen aus Stahlblech, Kunststoff und Messing.
Ausführungen aus Stahlblech sind verfügbar als
- Schlnagenkäfig für erhöhte Kugelzahl und damit erhöhte Tragzahl
- Schnappkäfig als Stadnardausführung für erhöhte Betriebstemperaturen geeignet
Ausführungen aus Polyamid PA66
- Schnappkäfig

Eine auf die Anwendungsbedingungen präzise abgestimmte Schmierstoffwahl trägt überproportional sowohl im positiven wie im negativen zur Lebensdauer bei. Daher ist eine technisch wie wirtschaftliche Optimierung des Schmierstoffs ein wichtiger Beitrag unserer Anwendungsberatung.
Wesentliche Eigenschaft von Fetten und Ölen ist die zuverlässige mechanische Trennung der Rollkörper von den Laufbahnen. Je nach Anwendungsfall benötigt man spezielle Fette, um diese Funktion zu erreichen. Gerade folgende Eigenschaften wirken sich auf die Funktion aus:
- Anlauf- und Betriebstemperatur
- Drehzahl des Lagers
- externe Umgebungsbedingungen (Feuchtigkeit, Verschmutzung, Dämpfe/Gase ...)
Unsere Anwendungstechnik analysiert gerne Ihre Anwendungsbedingungen und empfiehlt passende Befettungen.
Weitere Infos zu Sonderbefettungen Kontakt zur Anwendungsberatung
Folgende Schmierstoffhersteller werden von uns standardmäßig eingesetzt:
- Kyodo Yushi
- Klüber Lubrication
- Shell
- Lubcon
- Mobil
- Fuchs
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein konkretes Angebot für Sonderbearbeitungen, auch mit ganz speziell von Ihnen gewünschten Fetten, Ölen oder Konservierungen.
Ringe
Außen- und Innenringe werden standardmäßig aus 100Cr6 (deutsche Norm), SUJ2 (japanische Norm) oder GCr15 (chinesische Norm) hergestellt.
Edelstahlprodukte nach AISI-Norm: AISI420, AISI440, AISI630 ...
Käfig
Stahlblechkäfige werden standardmäßig aus DC01A/ST12 gefertigt (ohne Nachsetzzeichen).
Kunststoffkäfige (Nachsetzzeichen TN, TV,TVP ...) können unterschiedliche Spezifikationen aufweisen, sind meist aber aus Polyamid. Hochtemperaturausführungen aus PEEK.
Messingkäfige (Nachsetzzeichen M) haben sehr gute Notlaufeigenschaften und können bei Temoeraturen bis 150°C eingesetzt werden.
Dichtungen
Standardmäßig sind Dichtungen aus NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk) hergestellt. Daraus ergibt sich eine Einsatztemperatur von -30 °C bis +100 °C auch wenn das Fett eine höhere Temperatur zulässt.
Schrägkugellager, zweireihig

Diverse Druckwinkel
Zweireihige Schrägkugellager sind in verschiedenen Druckwinkeln verfügbar. Ideal für die Abstimmung auf Ihre Anwendung!
Zweireihige Schrägkugellager bestehen aus zwei in X-Anordnung kombinierten Schrägkugellagern in einer Baugruppe vereint und können sowohl hohe Radialkräfte wie beidseitig auch axiale Kräfte aufnehmen. Abweichend hierzu gibt es Ausführungen mit einer Füllnut, um durch eine größere Anzahl von Kugeln die Tragzahl zu erhöhen. Diese Ausführungen sind nur einseitig, aber dafür sehr hoch axial belastbar und haben einen Schlangenkäfig aus Stahl.
Der Druckwinkel α (Alpha) bestimmt das optimale Verhältnis aus Radial- und Axialkräften. Typisch verfügbare Ausführungen können Sie der Produktseite von Schrägkugellagern entnehmen.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Schrägkugellager
Ein Schrägkugellager ist ein Wälzlager, das gleichzeitig radiale und axiale Kräfte aufnehmenkann. Durch die spezielle Anordnung der Laufbahnen werden Belastungen unter einemdefinierten Kontaktwinkel übertragen, wodurch axiale Kräfte besonders effektivaufgenommen werden.Im Unterschied zu vielen anderen Kugellagern ist die Kraftübertragung nicht ausschließlichradial ausgelegt. Der Kontaktwinkel zwischen Kugeln und Laufbahnen ermöglicht dieAufnahme kombinierter Belastungen und sorgt für eine hohe Steifigkeit. Je nach Ausführungkönnen axiale Kräfte in einer oder in beiden Richtungen aufgenommen werden.Schrägkugellager werden häufig eingesetzt, wenn neben hohen Drehzahlen auch präziseFührungs- und Lagereigenschaften gefordert sind. Typische Anwendungen finden sich inMaschinen, Antrieben, Pumpen und Präzisionssystemen.
Schrägkugellager werden eingesetzt, wenn gleichzeitig radiale und axiale Belastungenauftreten und hohe Drehzahlen gefordert sind. Sie eignen sich besonders für Anwendungenmit kombinierten Kräften und erhöhten Anforderungen an die Laufgenauigkeit.
Typische Einsatzbereiche sind Antriebe, Pumpen, Getriebe, Ventilatoren,Werkzeugmaschinen und andere Maschinenkomponenten. In vielen Anwendungen werden Lagerpaare verwendet, um Axialkräfte aus beiden Richtungen aufzunehmen und die Lagerung steifer auszulegen.
Die Auswahl eines Schrägkugellagers ist besonders sinnvoll, wenn reine Radiallager dieauftretenden Axialkräfte nicht ausreichend aufnehmen können oder eine höhere
Führungsgenauigkeit benötigt wird.
Schrägkugellager sind konstruktiv anspruchsvoller als viele andere Lagertypen und erfordernhäufig eine genaue Abstimmung von Einbau, Vorspannung und Lageranordnung. Fehler beider Montage können sich unmittelbar auf Lebensdauer und Laufverhalten auswirken.
Einreihige Ausführungen können Axialkräfte in der Regel nur in einer Richtung aufnehmenund müssen deshalb häufig mit einem zweiten Lager kombiniert werden. Zudem reagieren
Schrägkugellager empfindlicher auf Fluchtungsfehler als einige andere Lagerbauarten.
Je nach Anwendung können auch höhere Anforderungen an Fertigung, Einbaugenauigkeitund Lagerumgebung bestehen. Diese Nachteile werden jedoch oft durch die hohe
Tragfähigkeit bei kombinierten Belastungen und die gute Laufgenauigkeit ausgeglichen.
Schrägkugellager übertragen Kräfte über Kugeln, die zwischen Innen- und Außenring laufen. Durch den Kontaktwinkel zwischen den Laufbahnen können neben radialen Kräften auchaxiale Kräfte aufgenommen werden. Die Belastung wird entlang einer schräg verlaufenden Kraftlinie übertragen. Dadurch entstehteine höhere Fähigkeit zur Aufnahme axialer Kräfte als bei vielen anderen Kugellagerbauarten. Mit zunehmendem Kontaktwinkel steigt die axiale Tragfähigkeit, während die Eignung für hohe Drehzahlen abhängig von der jeweiligen Ausführung bleibt.
Werden Schrägkugellager paarweise angeordnet, können Axialkräfte aus beiden Richtungenaufgenommen und die Steifigkeit der Lagerung erhöht werden. Dies ist besonders beipräzisen oder hoch belasteten Anwendungen von Vorteil.
Für Präzisionsanwendungen werden vor allem hochgenaue Schrägkugellager mit definierten Toleranzklassen, optimierter Laufgenauigkeit und abgestimmter Vorspannung eingesetzt. Siesind für hohe Drehzahlen und maximale Positioniergenauigkeit ausgelegt. Je nach Anforderung stehen unterschiedliche Kontaktwinkel, Lageranordnungen und Vorspannungsvarianten zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Ausführungen mit speziellenKäfigen, angepassten Schmierstoffen und besonders hoher Fertigungsgenauigkeit.
Die Auswahl richtet sich nach Drehzahl, Steifigkeit, Genauigkeitsanforderung, Belastung undthermischen Bedingungen. Für anspruchsvolle Präzisionsanwendungen werden häufigwerkseitig abgestimmte Lagerpaare verwendet.
Die Auswahl erfolgt anhand der auftretenden radialen und axialen Belastungen, der Drehzahl, der gewünschten Lebensdauer sowie der Einbausituation. Entscheidend ist, dassdas Lager die tatsächlichen Betriebsbedingungen dauerhaft sicher aufnehmen kann. Neben der Belastung spielen Kontaktwinkel, Lagergröße, Steifigkeit, Schmierung und Umgebungsbedingungen eine wichtige Rolle. Hohe Axialkräfte erfordern in der Regelgrößere Kontaktwinkel oder geeignete Lageranordnungen. Bei hohen Drehzahlen müssenzusätzlich Reibung und Wärmeentwicklung berücksichtigt werden.
Für eine optimale Auslegung sollten statische und dynamische Belastungen sowie mögliche Stoßbelastungen bewertet werden. Eine korrekt dimensionierte Lagerung erhöht die Betriebssicherheit und maximiert die Lebensdauer.
Zweireihige Schrägkugellager werden so eingebaut, dass die axiale und radiale Belastungoptimal aufgenommen wird. Die Lager sollten sauber, spannungsfrei und mit geeignetem Werkzeug montiert werden. Dabei wird die Montagekraft nur über die Lagerringe übertragen, niemals über die Wälzkörper oder den Käfig.
Vor der Montage sind Welle, Gehäuse und Lager auf Beschädigungen und Sauberkeit zuprüfen. Je nach Passung kann die Montage mechanisch, hydraulisch oder durch Erwärmenbzw. Kühlen erfolgen. Eine gleichmäßige Krafteinleitung ist wichtig, um Verformungen zuvermeiden. Nach dem Einbau muss die Gängigkeit geprüft und die Schmierung sichergestellt werden.
Bei zweireihigen Lagern ist zusätzlich auf die korrekte Lagerpaarung und Ausrichtung derbeiden Reihen zu achten, um axiale Kräfte gleichmäßig aufzunehmen und die Lebensdauerzu maximieren.
Die Vorspannung beeinflusst die Steifigkeit, Lebensdauer und Laufgenauigkeit eineszweireihigen Schrägkugellagers. Sie muss so gewählt werden, dass axiale Kräfte sicherübertragen werden, ohne die Lager übermäßig zu belasten. Zu geringe Vorspannung kann zu Spiel, Schwingungen und Geräuschentwicklung führen. Zuhohe Vorspannung erzeugt erhöhte Reibung, Wärmeentwicklung und vorzeitigen Verschleiß. Die richtige Vorspannung hängt von der Belastung, Drehzahl und der Einbausituation ab. In der Praxis wird die Vorspannung werkseitig oder durch Einbauabstimmung festgelegt. Bei Präzisionsanwendungen sind genaue Messungen von Axialspiel und Lagervorspannungentscheidend für die Laufruhe und Lebensdauer.
Schrägkugellager haben schräg geneigte Laufbahnen, die kombinierte radiale und axiale Belastungen aufnehmen können. Rillenkugellager besitzen gerade, tiefe Laufbahnen, dieprimär radiale Kräfte tragen, axiale Kräfte nur begrenzt aufnehmen.
Durch den Kontaktwinkel sind Schrägkugellager steifer und eignen sich für Anwendungen mit Axiallasten oder hoher Laufruhe. Rillenkugellager sind einfacher aufgebaut, günstiger undvielseitig für reine Radiallasten geeignet.
Die Wahl hängt von den Belastungsanforderungen ab: Für kombinierte Kräfte, höhere Präzision oder axiale Lasten sind Schrägkugellager optimal. Für rein radiale Belastungenoder Standardanwendungen genügen oft Rillenkugellager.
Spindellager sind spezialisierte Präzisionslager für Werkzeugmaschinen, die sehr hohe Drehzahlen bei minimalem Axial- und Radialspiel ermöglichen. Schrägkugellager könnenähnliche kombinierte Kräfte aufnehmen, sind aber weniger extrem für Höchstdrehzahlenoptimiert. Der Druckwinkel ist in der Regel niedriger und liegt zwischen 12 und 25 Grad. Spindellager haben besonders enge Toleranzen, spezielle Schmierung und oft einabgestimmtes Vorspannsystem. Schrägkugellager bieten dagegen eine breitere Einsatzfähigkeit und können sowohl Radial- als auch Axialkräfte in Standard- und Präzisionsanwendungen übernehmen und haben einen Druckwinkel von 15, 30 oder 40Grad.In der Praxis entscheidet die Drehzahl, Laufruhe und Belastung, ob ein Spindellager oder ein hochpräzises Schrägkugellager besser geeignet ist. Spindellager sind vor allem für Werkzeugspindeln und Hochgeschwindigkeitsachsen unverzichtbar.
Ja, Schrägkugellager können in hohen Temperaturbereichen eingesetzt werden, sofern dieWerkstoffe, Schmierstoffe und Käfige entsprechend ausgelegt sind. Viele Schrägkugellager haben aber einen Kunststoffkäfig. Daher ist bei höheren Temperaturen ab 100 °C auf einen Stahlkäfig zu achten. Die maximal zulässige Temperatur hängt von diesen Faktoren ab und kann bei Speziallagern einige hundert Grad Celsius betragen (Cronidur-Stahl +Keramikkuigeln).
Bei hohen Temperaturen verändern sich Passungen, Schmierstoffe und Vorspannung. Es ist daher wichtig, geeignete Hochtemperaturfette, hitzebeständige Käfigmaterialien oder spezielle Werkstoffe zu verwenden. Zudem müssen thermische Ausdehnungen beim Einbauberücksichtigt werden. Für kontinuierlichen Betrieb unter hohen Temperaturen sollte die Lagerung sorgfältig geplantund auf thermische Belastung, Schmierintervall und Materialbeständigkeit abgestimmtwerden. So lassen sich Lebensdauer und Betriebssicherheit sichern.
Typische Anzeichen für ein beschädigtes Schrägkugellager sind ungewöhnliche Geräusche, erhöhte Vibrationen, übermäßige Wärmeentwicklung oder sichtbare Spuren auf Lagerringen und Wälzkörpern. Auch veränderte Drehmomentwerte oder unregelmäßige Bewegung können Hinweise sein.
Beschädigungen können durch Verschleiß, Schmiermangel, Fluchtungsfehler oder Überlastung entstehen. Sichtbare Riefen, Abplatzungen oder Korrosion sind eindeutige Indikatoren. Frühzeitige Erkennung ist wichtig, um Folgeschäden an Maschine und Lagerungzu vermeiden. Regelmäßige Inspektionen, Überwachung von Temperatur und Vibration sowie rechtzeitiger Austausch bei Auffälligkeiten erhöhen die Betriebssicherheit und verhindern unerwartete Stillstände.








